News: InTiCa Systems AG (deutsch)

Hohe Investitionen in Wachstumsprojekte und Vorlaufkosten für die Großserienproduktion führen bei InTiCa Systems zu einem Fehlbetrag im 1. Halbjahr 2008

 


Passau, 19. August 2008 - Die InTiCa Systems AG (ISIN DE0005874846, Prime Standard) verzeichnete im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang um 21,6 % auf 17,1 Mio. EUR nach 21,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Der Umsatzrückgang ist allein auf die Entwicklung der Sparte Telekommunikation zurückzuführen, in der das Geschäftsvolumen um 27% bzw. 5,1 Mio. EUR auf 13,7 Mio. EUR rückläufig war. Dem standen ein um 8% auf 3,1 Mio. EUR erhöhter Umsatz im Automotive Segment sowie ein Umsatz im sonstigen Industriegeschäft von 0,2 Mio. EUR gegenüber, der sich gegenüber dem Vorjahr vervierfacht hat.

Die deutliche Verringerung der Umsatzleistung im Segment Telekommunikation ist durch mehrere Faktoren bedingt: So wirkt der Verlust der Kundenbeziehung zu einem nordeuropäischen Telekomunternehmen auch im zweiten Quartal weiter, da die Umsätze aus dieser Geschäftsbeziehung in den Vorjahreswerten noch enthalten waren. Daneben verringerte sich das Umsatzvolumen durch die planmäßige Zurückführung von Geschäften ohne Deckungsbeitrag. Schließlich hat sich der Produktmix im zweiten Quartal von Produkten mit höherer Wertschöpfung für die Amtseite zu niedrigmargigeren Produkten der Teilnehmerseite verschoben. Nach einem starken Ausrüstergeschäft mit der Amtseite im Vorjahreszeitraum ist in diesem Jahr eine Investitionszurückhaltung bei den großen Telekommunikationsunternehmen zu verzeichnen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist bedingt durch das rückläufige Umsatzvolumen und die Verschiebungen im Produktmix im Berichtszeitraum von 1,7 Mio. EUR im Vorjahr auf -0,8 Mio. EUR gesunken.

Daneben wirkten sich im Wesentlichen die starken Anstiege der Personalaufwendungen um 0,7 Mio. EUR und der Abschreibungen um 0,8 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem Kapazitätsausbau des Automotive-Geschäfts belastend aus. Das Halbjahresergebnis nach Ertragsteuern weist dadurch einen Verlust von 0,9 Mio. EUR aus, nach einem Gewinn von 1,2 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Der Entwicklungsaufwand liegt mit 1,1 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR) weiterhin auf hohem Niveau. Der leichte Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aufstockung der Kapazitäten für die Produktentwicklung in Passau. Insbesondere im Bereich der RFID-Anwendungen werden kundenspezifische Entwicklungen bei Zutritts- und Fahrberechtigungssystemen sowie bei Reifendruckkontrollsystemen vorgenommen. Darüber hinaus finden derzeit Entwicklungen in den Wachstumsbereichen Hybrid- und Solar-Technologie statt.

Die Investitionen im ersten Halbjahr 2008 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreswert (Vj. 2,1 Mio. EUR) um 1,3 Mio. EUR auf rund 3,4 Mio. EUR. Die Schwerpunkte lagen unverändert im weiteren Ausbau der nahezu vollautomatisierten Serienfertigung in der Automobil-Elektronik sowie der neuen VDSL-Technologie in Prachatice, Tschechien.

Die Verringerung der liquiden Mitteln von 15,5 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2007 auf 13,7 Mio. EUR zum Halbjahr 2008 ist maßgeblich auf die gestiegenen Investitionen in das Vorrats- und Sachanlagevermögen zum weiteren Ausbau der Serienfertigung in der Automobil-Elektronik zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns erhöhte sich zum 30. Juni 2008 insbesondere durch die Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 61% nach 59% zum 31. Dezember 2007.

InTiCa Systems hat die Weichen für zukünftiges profitables Wachstum gestellt. Im laufenden Geschäftsjahr ergeben sich jedoch Belastungen durch das zeitliche Zusammenfallen von hohen Vorlaufkosten für die Generierung zukünftiger Umsätze mit Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung des bestehenden Geschäfts. Die Überprüfung der Kundenstruktur und Eliminierung von Aufträgen ohne Deckungsbeiträge setzen Ressourcen und Kapazitäten frei, die in Zukunft für das Wachstum in den Volumensegmenten mit hoher Wertschöpfung und hohem Ergebnisbeitrag genutzt werden können. Allerdings wird sich der Gesamtumsatz des Unternehmens dadurch im Geschäftsjahr 2008 gegenüber dem Vorjahr verringern.

Der Umsatzrückgang, die Kostenerhöhungen durch Investitionen in den Aufbau von Vertriebs- und Entwicklungsressourcen für neue innovative Wachstumsprojekte und einmalige Sonderbelastungen, werden für das gesamte Geschäftsjahr 2008 zum Ausweis eines Jahresfehlbetrags führen.

 

InTiCa Systems AG

 

Der Vorstand

 

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Quelle: InTiCa Systems AG