Momentum

18.12.2018

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

so kurz vor Weihnachten erscheinen täglich Jahresrückblicke und überall wird Bilanz gezogen. Für den deutschen Kapitalmarkt war 2018 ein durchwachsenes Jahr. Zwar haben die deutlichen Kursverluste im letzten Quartal das Bild getrübt und zur Absage mehrerer geplanter Börsengänge geführt. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass unter dem Strich immer noch 18 IPOs und das höchste Emissionsvolumen seit 2000 zu Buche stehen. Das ist im internationalen Vergleich durchaus respektabel und im neuen Jahr scheint eine ähnliche Zahl an Börsengängen realistisch, wenn sich der Markt stabilisiert. Doch welcher Marktplatz ist für mich überhaupt der richtige? Diese Frage stellen sich viele Unternehmen angesichts scheinbarer Bewertungsunterschiede immer öfter. In unserem Aufreger des Monats haben wir deshalb nach Antworten gesucht und interessante Erklärungsansätze gefunden.

Einen Standort haben wir uns sogar näher angeschaut. Mitte November besuchte ein Team der BankM eine Investorenkonferenz in der estnischen Hauptstadt Tallinn samt Führung durch die kurz zuvor eröffnete Shopping Mall T1. Auf knapp 80.000 Quadratmetern am Anfang von Peterburi Tee, einer der belebtesten Straßen von Estlands Hauptstadt gelegen, verfolgt T1 neuartige architektonische Raumkonzepte und soll so zu einem Wahrzeichen der Stadt werden. Entwickelt und gebaut hat T1 die Pro Kapital Grupp, die seit März 2014 auch im Frankfurter Freiverkehr gelistet wird. Mehr zur Gesellschaft und zum wachsenden baltischen Immobilienmarkt lesen Sie im aktuellen Blickpunkt.

Immobilien sind auch das Thema in unserem Vorstandsgespräch. Anfang November hat BankM die Einführung der FCR Immobilien AG in das Marktsegment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse als Capital Market Partner begleitet. Grund genug für ein Gespräch mit Vorstand Falk Raudies über die Ziele der Gesellschaft am Kapitalmarkt und im operativen Geschäft. An erster Stelle steht dabei der Ausbau des Portfolios, gestützt durch zunehmende Diversifizierung und erfolgreiches Asset-Management. Zu den ambitionierten Plänen passt die jüngste Entwicklung des Immobiliensektors in unserer RSL-Analyse. Der Sektor verbesserte sich von Rang 16 auf Rang 5 – nur die Telekommunikationsbranche machte einen noch größeren Sprung nach vorne.

Auch 2019 werden wir Sie in gewohnter Manier über aktuelle Themen und Kursentwicklungen auf dem Laufenden halten. Vorher aber wünschen wir Ihnen viel Vergnügen beim Lesen der heutigen Beiträge sowie friedvolle Weihnachtstage mit Zeit für Familie und Freunde!

 

Herzlichst,
Ihr Axel Rose

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