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EHLEBRACHT-Konzern auch im dritten Quartal auf Wachstumskurs

 

- Konzernumsatz steigt auf 64,0 Millionen Euro (Vorjahr: 52,8 Millionen Euro)

- Neunmonats-Umsatzplus von 11,2 Millionen Euro oder 21,2 Prozent über Vorjahr

- Konzern-EBITDA wächst auf 6,1 Millionen Euro (Vorjahr: 5,4 Millionen Euro)

- Neunmonats-Konzernergebnis vor Steuern von 3,3 Millionen Euro übertrifft Vorjahr um eine halbe Millionen Euro

- Neunmonats-Konzernergebnis nach Steuern von 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,2 Millionen Euro ohne Gewerbesteuer-Sondereffekt von Plus 0,6 Millionen Euro)

- Konzern-Auftragsvolumen mit rund 32 Millionen Euro weiterhin auf gutem Niveau

- Konzern bestätigt und unterstreicht Wachstumsprognose 2011 im Zielkorridor der Jahresprognose 2011 mit einem Umsatz von rund 80 Millionen Euro und einem EBT von 3,5 bis 4,0 Millionen Euro im Konzern

 

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Situation wird nach einer starken Erholungsphase im Jahr 2010 und einem guten Start in das Jahr 2011 nun durch vorhandene Unsicherheiten bei Investoren und Konsumenten geprägt. Vor dem Hintergrund der Banken- und Schuldenkrise in der Europäischen Währungsunion und einer gedämpften Entwicklung des Welthandels prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) im September ein weltweites Wirtschaftswachstum von 4 Prozent im Jahr 2011. Weiterhin liegen die Schwellenländer in dieser Schätzung deutlich vor den Industrienationen. Mit rund 10 Prozent wird in diesem Jahr für China das größte Wachstum erwartet. Deutschland liegt mit erwarteten 2,7 Prozent über dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 1,7 Prozent.

Die treibende Kraft der Konjunktur in Deutschland ist weiterhin die Industrie, welche positive Trends in der industriellen Produktion fortsetzen konnte. Auch der deutsche Arbeitsmarkt zeigt erneut positive Tendenzen. Bei einer anhaltenden Nachfrage nach Fachkräften sank die Arbeitslosenquote im September auf 6,6 Prozent. Dank verschiedener Einflüsse sind die Rahmenbedingungen für einen steigenden privaten Konsum günstig. Jedoch ist aufgrund der Wirkungen aus den anhaltenden Verunsicherungen der Schuldenkrise eine Abschwächung dieser Tendenzen beim privaten Konsum nicht auszuschließen.

 

Geschäftsentwicklung Januar bis September 2011

Der EHLEBRACHT-Konzern hat auch im dritten Quartal 2011 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Die erzielten Konzernumsätze und das Konzernergebnis vor Steuern lagen jeweils über den Vergleichswerten des dritten Quartals 2010. Damit baute die EHLEBRACHT AG das Geschäftsvolumen mit ihren in der Kunststoff- und Möbelfunktions-Technik tätigen Gesellschaften in den ersten neun Monaten 2011 weiter über den Werten der Vorjahresperiode aus.

In den ersten drei Quartalen 2011 erzielte die Unternehmensgruppe einen Konzernumsatz von 64,0 Millionen Euro (Vorjahr: 52,8 Millionen Euro). Das ist ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von 11,2 Millionen Euro oder 21,2 Prozent.

Der Konzern erzielte diese Umsatzzuwächse im In- und Ausland. Die Umsätze mit inländischen Kunden stiegen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 6,9 Millionen Euro oder 24,0 Prozent von 28,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 35,6 Millionen Euro. Das Auslandsgeschäft legte ebenfalls zu. Es wuchs von 24,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 28,4 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um 4,3 Millionen Euro oder 17,8 Prozent. Beide Geschäftsbereiche haben zu diesem Wachstum beigetragen.

 

Kunststoff-Technik - Wachstumstreiber im Konzern

Die EHLEBRACHT Kunststoff-Technik hat ihr Geschäftsvolumen in den ersten neun Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Millionen Euro auf 43,2 Millionen Euro ausgebaut. Das ist ein Wachstum von 28,6 Prozent. Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft expandierten. Das Inlandsgeschäft legte um 5,4 Millionen Euro auf 22,4 Millionen Euro zu. Die Umsätze des Auslandsgeschäfts stiegen ebenfalls auf hohem Niveau. Sie kletterten von 16,6 Millionen Euro auf 20,8 Millionen Euro. Mit 4,2 Millionen Euro ist das eine deutliche Steigerung um 25,3 Prozent. Alle Gesellschaften der Kunststoff-Technik haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen und ihr Geschäftsvolumen über Vorjahresniveau erhöht. Der Umsatzzuwachs resultiert im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr aus gestiegenem Produktionsvolumen der Kunststoff-Spritzgießfertigungen. Er führte zu höheren Artikel- und Baugruppenumsätzen. Im Vergleich zum Vorjahr wirkten ferner weitergegebene Preiserhöhungen aufgrund gestiegener Materialeinkaufspreise zu zusätzlichem Umsatz. Das Werkzeuggeschäft verlief ebenfalls über dem Niveau des Vorjahres. Aus der Endabrechnung fertiggestellter neuer Werkzeuge, die künftig überwiegend als Kundenwerkzeuge bei EHLEBRACHT zur Produktion von neuen Produkten eingesetzt werden, erzielte die Kunststoff-Technik ein weiteres Umsatzplus von mehr als einer Million Euro gegenüber dem Vorjahr.

 

Möbelfunktions-Technik setzt Aufwärtstrend fort

Die EHLEBRACHT Möbelfunktions-Technik setzte ihren Aufwärtstrend auch im dritten Quartal 2011 fort. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr von 19,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 20,6 Millionen Euro. Das ist ein Umsatzplus von 1,6 Millionen Euro oder 8,4 Prozent. Diese Zuwächse erzielte die Möbelfunktions-Technik im In- und Ausland. Allerdings belief sich das Umsatzplus im Ausland infolge der schwachen Konjunktur in den durch die Schuldenkrise belasteten Mittelmeerländern nur auf 0,1 Millionen Euro. Die Exportumsätze wuchsen damit auf 7,6 Millionen Euro. Deutlicher, um 13,0 Prozent, steigerte die Möbelfunktions-Technik ihre Inlandsumsätze. Sie wuchsen um 1,5 Millionen Euro von 11,5 Millionen Euro auf 13,0 Millionen Euro.

Alle Geschäftsfelder der Möbelfunktions-Technik haben zu diesem Umsatzwachstum beigetragen und liegen über den Vergleichswerten des Vorjahres. Das Geschäftsfeld 'Lichtsysteme Möbel' zeigte im Berichtszeitraum im In- und Ausland mit 0,4 Millionen Euro einen leichten Aufwärtstrend. In der Folge wuchsen die Umsatzerlöse auf 6,6 Millionen Euro im Inland und auf 7,4 Millionen Euro im Ausland. Der Bereich 'Industriekunden/OEM' tendierte mit moderater Steigerung ebenfalls positiv über dem Vorjahr. Mit einem Umsatzplus von 37,0 Prozent legte das Geschäftsfeld 'Lichtsysteme Objekt / Ladenbau' gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Die Umsatzerlöse dieses Geschäftsfelds legten um 1,0 Millionen Euro von 2,7 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro zu. Die nachhaltig positive Entwicklung dieses im Aufbau befindlichen Geschäftsfelds dokumentiert die richtige Positionierung und damit weitere Wachstumschancen.

 

Ergebnissituation

Konzern steigert 2011 seine Ertragskraft. Der EHLEBRACHT-Konzern hat im Berichtszeitraum seine Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert. Infolge der höheren Gesamtleistung ist der Rohertrag absolut gestiegen. Die Aufwandsblöcke für Personal, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Zinsen sind ebenfalls gestiegen. Allerdings konnten die Aufwandsquoten im Verhältnis zur Gesamtleistung unter das Vorjahresniveau reduziert werden. Angefallene Anlaufkosten für den im Aufbau befindlichen zweiten Produktionsstandort in China in Suzhou in Höhe von 0,4 bis 0,5 Millionen Euro wurden durch diese Effekte voll kompensiert.

Das Neunmonats-Konzernergebnis vor Steuern erhöhte sich um eine halbe Million Euro von 2,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum. Der Konzern erreicht damit eine Vorsteuerrendite von rund 5 Prozent.

Ebenfalls gestiegen sind EBIT und EBITDA. Das EBIT wuchs auf 4,0 Millionen Euro (Vorjahr: 3,5 Millionen Euro), das EBITDA auf 6,1 Millionen Euro (Vorjahr: 5,4 Millionen Euro).

Der EHLEBRACHT-Konzern schließt die ersten neun Monate 2011 mit einem Ergebnis nach Steuern von 2,5 Millionen Euro. Das Vorjahresergebnis war durch einen Steuerertragssondereffekt in Höhe von 0,6 Millionen Euro begünstigt. Ohne Sondereffekt hätte im Vorjahr ein vergleichbares Ergebnis von 2,2 Millionen Euro zu Buche gestanden.

 

Risiken der künftigen Entwicklung

Gegenüber den im Konzern- und Jahresabschluss 2010 der EHLEBRACHT AG im Lagebericht auf den Seiten 56 bis 62 unter dem Punkt 'Risikobericht Konzern und AG' dargestellten Risiken sind im Geschäftsjahr 2011 bisher keine erheblichen Änderungen eingetreten, die über die aufgezeigten Risiken hinausgehen. Insoweit verweisen wir auf unseren Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010.

Allerdings bleibt im Weiteren abzuwarten, welche wirtschaftlichen Folgen sich aus der hohen Verschuldung einzelner EU-Mitgliedsstaaten und der USA ergeben. Aus einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise könnten sich rückläufige Entwicklungen einstellen, denen sich die Märkte und Kunden der EHLEBRACHT AG, wie auch das Unternehmen selbst, nicht entziehen können.

 

Wichtige Ereignisse nach Quartalsende

Wichtige Ereignisse haben sich nach dem 30. September 2011 bis zur Fertigstellung dieser Zwischenmitteilung nicht ergeben.

 

Entwicklung Aktienkurs

Der Aktienkurs der EHLEBRACHT-Stammaktie entwickelte sich im laufenden Geschäftsjahr zunächst positiv. Von einem Kurs von 2,45 Euro im XETRA zum 30. Dezember 2010 kletterten die Notierungen der EHLEBRACHT-Stammaktie zum Ende des ersten Quartals und zum Halbjahresende 2011 jeweils auf 2,70 Euro. Das bisherige Jahreshoch erreichte die Aktie im Xetra am 19. Mai 2011 mit einem Schlusskurs von 2,85 Euro. Im dritten Quartal 2011 gab die Notierung unter die 2,50 Euro-Marke nach und schloss zum 30. September 2011 mit einem Kurs von 2,35 Euro. Bei einem weiterhin geringen Handelsvolumen hat sich der Kurs bis zur Verfassung dieser Zwischenmitteilung auf diesem Niveau gehalten.

Die rückläufige Kursentwicklung im dritten Quartal 2011 bis heute dürfte auf die allgemein unruhige Lage auf den Aktienmärkten mit erheblichen Kursrückgängen, ausgelöst durch die Verunsicherungen aufgrund der Schuldenkrise, zurückzuführen sein.

 

Ausblick

Die Entwicklung der Konjunktur hat sich seit dem Halbjahresende weltweit verlangsamt. Die Prognosen 2012 für die Wirtschaftsleistungen der Industrie wie auch der Schwellenländer wurden von allen maßgeblichen Institutionen nach unten berichtigt. Der Grad des Einflusses der von der EU am 26. Oktober 2011 beschlossenen Maßnahmen auf die Finanzmärkte und die Realwirtschaft ist noch nicht abzusehen. Insgesamt sind die Perspektiven der Geschäftsjahre 2011 und 2012 weiter von Unsicherheit geprägt.

Trotz dieser labilen gesamtwirtschaftlichen Lage bleibt der EHLEBRACHT-Konzern für das letzte Vierteljahr 2011 zuversichtlich. Zu Beginn des vierten Quartals befindet sich der Auftragsbestand mit rund 32 Millionen Euro auf gutem Niveau. Sofern keine außerordentlichen Ereignisse oder eine Rezession eintreten, wird das Unternehmen 2011 seine zu Jahresbeginn gesteckten Ziele erreichen.

Der EHLEBRACHT-Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit Umsatzerlösen im oberen Bereich der bisherigen Prognose in Höhe von rund 80 Millionen Euro und mit einem Vorsteuerergebnis im prognostizierten Zielkorridor von 3,5 bis 4,0 Millionen Euro. Von einer weiter gehenden Prognose für 2012 sieht das Unternehmen derzeit wegen der unsicheren Gesamtlage ab.

 

Sonstige Angaben

Die in der vorstehenden Zwischenmitteilung getroffenen Angaben und Aussagen zu zukunftsgerichteten Entwicklungen und Ergebnissen des EHLEBRACHT-Konzerns beruhen auf Annahmen, Erfahrungswerten und auch Einschätzungen des Vorstands der EHLEBRACHT AG. Für ihren Eintritt kann nicht garantiert werden. Letztlich bergen diese Annahmen auch Risiken und Unsicherheiten, die zu einer deutlichen Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Resultaten führen können.

 

Enger, im November 2011

EHLEBRACHT AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

Bei Rückfragen: Ehlebracht AG, Bernd Brinkmann, Vorstand,
Tel.:05223/185128,
E-mail:b.brinkmann@ehlebracht-ag.com, Internet:
http://www.ehlebracht-ag.com


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Internet: www.ehlebracht-ag.com

 

Quelle: EHLEBRACHT AG